Aktuelles - Haus der Sonne

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Über uns
Bericht zur Veranstaltung vom 01. März
Fragen gab es viele.
Können sie garantieren, dass die Hilfe ankommt? Kaufen sie vor Ort ein? Für wen können wir Patenschaften übernehmen? Wann wollen sie das erste Projekt starten? Und gibt es Menschen vor Ort, die die Hilfe umsetzen?

Christian Eloundou beantwortet mit dem für ihn typischen französischen Akzent alle Fragen - so gut es geht. Eloundou ist Vorsitzender unseres Vereins, der im ländlichen Mbouda/Kamerun die Not und Perspektivlosigkeit von Kindern und Jugendlichen lindern will. Im Gemeindezentrum der Kempener Thomaskirche präsentierten wir unsere gemeinnützige Initiative erstmals öffentlich. Und etwa 60 Personen kamen, darunter zahlreiche junge Menschen. Nicht wenige waren nach Präsentation und Diskussion so beeindruckt wie ergriffen, dass sie Mitglied wurden.

Christian lebte in Kameruns Hauptstadt Yaounde als Straßenkind. Wenn man das leben nennen kann. Später wurde er wegen politischer Aktivitäten verfolgt - und musste fliehen. Längst hat er sich in Kempen eine Existenz aufgebaut, ist dankbar, dass "so viele Menschen mir dabei geholfen und mich begleitet haben", wie der 44-Jährige sagt. Aus diesem tiefen Dank heraus will er zurückgeben. Mit möglich vielen Menschen, die handeln und verändern wollen. Und nicht nur reden.

Nach einem kurzen Videofilm von Vorstandsmitglied Uwe Hofer mit bedrückenden Bildern über die große Not in Mbouda und den Zielen des Vereins informierte Christian über das erste Projekt.

Er reist im März erneut für 14 Tage nach Kamerun, um mit Partnern das Angebot "warme Mahlzeit täglich" zu starten. Dazu wird, so der 44-jährige, ein kleines Haus gemietet, renoviert und für den Küchenbetrieb hergerichtet - mit Bänken, Tischen, Geschirr, Besteck, Kochmöglichkeit. All das kostet Geld. Mit Lehrern, einem befreundeten Anwalt und Christians Tante sollen täglich erst einmal 25 Kinder und Jugendliche versorgt werden. "Leider können wir nicht jedem helfen, aber wenn wir gar nichts machen, kommt auch nichts an", sagt er. Und er versteht gar nicht, dass angesichts der Hungersnot auch in vielen Teilen Afrikas so viele Lebensmittel in Deutschland weggeschmissen werden. Das sei eine Schande.

Der Weg zum ersten (Mahlzeit-)Projekt war aufwändig und mit viel behördlichem Schriftkram verbunden. Die Satzung des gemeinnützigen Vereins musste für die kamerunischen Behörden ins Französische übersetzt und natürlich beglaubigt werden. In dem zentralafrikanischen Land wurden Ansprechpartner für die Behörden benannt, die Hilfsgelder transparent verwalten, verteilen und darauf achten, dass die Hilfe bei denen ankommt, die sie dringend benötigen.

Wir hoffen, dass wir in Kürze weitere Projekte starten können: Hausaufgabenhilfe zum Beispiel oder eine medizinische Versorgung. In Mbouda arbeiten wir mit einer Schule zusammen. Kooperationen mit anderen (größeren) Hilfsorganisationen (u.a. action medeor) sind im Gespräch bzw. stehen vor dem Abschluss. Christian betont: "Jedes Kind, dem wir mit unserer Hilfe zur Selbsthilfe eine bessere Perspektive vor Ort in seiner Heimat ermöglichen, wird Afrika in Zukunft ein kleines Stück sicherer machen und den Wunsch, aus wirtschaftlichen Gründen ins ,reiche Deutschland und Europa' zu flüchten, reduzieren." Auch für den 2. Vorsitzenden, Icer Erdal, ist neben der nachhaltigen Hilfe in Kamerun wichtig: "Alles, was wir tun, ist für jeden nachvollziehbar; auf diese Transparenz legen wir ebenfalls großen Wert."

In Christians Terminkalender steht auch ein Gespräch mit Vertretern der Deutschen Botschaft in Yaounde. "Die möchten, dass wir nachhaltig helfen - und das wollen wir natürlich", sagt der 44-Jährige. Vielleicht hilft die Deutsche Botschaft dabei. Gelder für eine "nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit" stünden zur Verfügung.

Wer helfen und sich weiter informieren will:
www.hausdersonne-kempen.de
facebook.com/hausdersonne
instagram.com/hausdersonne
Text: Herbert Baumann
Der Verein stellt sich vor
Was wollen wir bewirken?        Wo wollen wir helfen?        Wie wollen wir helfen?

Das sind nur drei von vielen Fragen, die sich die Menschen stellen, die von unserem Verein gehört oder in der Presse gelesen haben. Hierauf wollen Antworten geben wir am:

Donnerstag, den 01. März 2018 um 19.00 Uhr

im Gemeindezentrum der Evangelischen Kirchengemeinde Kempen
Eingang: Wachtendonker Straße
47906 Kempen.

Zunächst wollen wir Sie mit einer kurzen Präsentation in Ton und Bild auf die Thematik einstimmen. Danach stellen wir in einem kurzen Vortrag den Verein, dessen Ziele und die Wege, wie wir diese verwirklichen wollen und die Personen, die hinter dem Verein stehen vor. Im Anschluss daran besteht die Möglichkeit Fragen zu stellen und abschließend bei einem Kaltgetränk und einem kleinen Snack persönliche Gespräche zu führen.

Wer Interesse an der Teilnahme hat, bitten wir um Anmeldung zu der Veranstaltung per E-Mail: info@hausdersonne-kempen.de
"Jetzt können wir helfen" von Herbert Baumann 12-2017
Christian Eloundou lehnt sich kurz zurück, dann schmunzelt er. Endlich ist der Verein „Haus der Sonne e.V.“, der Kindern und Jugendlichen in Kamerun helfen will, als gemeinnützige Organisation anerkannt. „Und“, sagt der Deutsche aus Kamerun, „unsere Homepage steht, bietet viele Informationen über das, was wir in Bameboro / Mbouda machen wollen. Dort sei die Not sehr groß. Mbouda gehört zur Region Bamboutos und liegt im westlichen Teil des afrikanischen Landes. Gerade hat der 43-Jährige das „Dorf“, wie er es nennt, mit seiner Familie besucht. In diesem Dorf ist der Wahl-Kempener groß geworden. Hier hat er wieder mal gesehen, wie dringend nötig unsere Hilfe ist. Hier hat er Kontakte geknüpft, Vorbereitungen getroffen und Ansprechpartner gefunden, die die vorwiegend finanzielle Hilfe aus Deutschland wirkungsvoll einsetzen wollen.

Da sind die Zwillinge, die als Kleinkinder von ihrer Mutter grob vernachlässigt wurden, Schulkinder, die Materialien benötigen wie Stifte und Blöcke, Heranwachsende, die keine tägliche Mahlzeit bekommen.

Wie berichtet, will das Haus der Sonne zum Start etwa 25 Kindern täglich eine warme Mahlzeit anbieten; wenn der Verein dank Spenden und möglichst zahlreicher Mitglieder über mehr Geldmittel verfügt, sollen Schulaufgaben-Hilfe und eine medizinische Betreuung der Kinder und Jugendlichen dazu kommen.

Kurzfristig wünschen sich Christian Eloundou und seine Mitstreiter Patenschaften etwa für die Zwillinge. „So können wir sofort helfen“. Mit der täglichen Mahlzeit könne dann begonnen werden, wenn Raum, Herd, Geschirr, Besteck usw. vorhanden sind. Dafür bedürfe es aber weiterer Geldmittel.

„Unser Ziel ist es, in wenigen Wochen loszulegen“, so Eloundou. Er selbst hat in Kamerun als Straßenkind gelebt. Er weiß, was Hunger und Ausgrenzung bedeuten. Um so mehr wisse er, die Hilfe und Unterstützung, die er selber in Deutschland erfahren hat, wertzuschätzen und sei sehr dankbar dafür.   „Ich möchte etwas zurückgeben. Hier in meiner neuen Heimat Deutschland bemühe ich mich, ein Vorbild zu sein und versuche auch zu helfen, wo ich helfen kann. In Kamerun möchte ich mit meinen neu gewonnenen Freunden wenigstens einigen Kindern ersparen, den gleichen, schweren Weg gehen zu müssen, wie ich ihn gehe musste. Sie sollen eine Chance auf eine bessere Zukunft vor Ort haben“, sagt Eloundou.

Bis jetzt hat der Verein nur wenige Mitglieder. „Jeder und jede Hilfe kann so viel bewirken“, lacht der 43-Jährige. Öffentlich vorstellen will sich das „Haus der Sonne“ im März 2018. Ort und Zeitpunkt werden frühzeitig bekannt gegeben.

Wer helfen will – zum Beispiel durch eine Mitgliedschaft – kann sich informieren bzw. anmelden:
www.hausdersonne-kempen.de
Christian Eloundou zu Gast in der WDR2-Lokalzeit
Am 04. Dezember 2017 war Christian zu Gast in der Lokalzeit des WDR-Fernsehn, Landesstudio Düsseldorf. Wer den Beitrag sehen möchte, klickt auf den Link bzw. das Symbol

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Oktober 2017
Mbouda braucht unsere Hilfe

Christian Eloundou ist gerade aus der Region zurückgekehrt, in der unser Verein „Haus der Sonne e. V.“ vor allem Kindern eine Perspektive geben will: eine regelmäßige, tägliche, warme Mahlzeit, Begleitung bei der medizinischen Betreuung und – nicht minder wichtig – bei der Aus- und Weiterbildung. Das Dorf, wo wir zunächst aktiv werden, heißt Bameboro. Hier leben über 4000 Menschen, rund die Hälfte sind Kinder und Jugendliche, sagt Christian Eloundou. Bameboro selbst gehört zur Region Bamboutos in der Region West. Hauptstadt dieser sehr ärmlichen Region ist Mbouda mit etwa 140 000 Einwohnern. Mbouda liegt im westlichen Teil Kameruns. Würden wir in Düsseldorf in den Flieger steigen, müssten wir rund 5000 Kilometer nach Kamerun fliegen. Für Christian Eloundou und seine Mitstreiter kein Hindernis – im Gegenteil: „Wir möchten den ärmsten Kindern und Jugendlichen in Mbouda helfen.“ Das sind vor allem Kinder in auswegloser Lage.
Besuch in Kamerun
zuletzt aktualisiert am: 21.04.2018
Vereinsname
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